Samstag, 7. Mai 2011

"Ich hab die Liebe gesehen. Hast du die Liebe gesehen?" Dancing with the Stars bei GNTM

Shake ya mmmmh...

Es ist Karneval in Brasilien und deshalb schwingen die Mädchen kräftig ihre Hüften, um auf einen der vielen Paradewagen zu gelangen. Das ist nicht wirklich was ganz Neues, denn in dieser Staffel scheint es sich immer mal wieder um's Tanzen zu drehen, auch wenn man das schwerlich für den Schwerpunkt des Modellebens halten möchte. Eine Tanzlehrerin mit ordentlich Po (den Marie hochbeglückt anfassen darf) zeigt den Mädels, wie man um seine Ruhelage schwingt und dann wird in knappen Outfits vor der Jury das Equipment geschüttelt. Das beherrschen Jana und Aleksandra so schön, dass sie auf den Wagen dürfen, was ja nicht unbedingt mein Traumjob wäre - da tun mir die Füße schon weh, wenn ich nur daran denke. Was auch auffällt ist, dass viele Mädchen gar kein erkennbares Hinterteil haben - wie unweiblich doch zuweilen die Modelmädchen ausschauen...

Was mir dazu spontan einfiel? Das : Shake ya ****

In bösen Blicken baden


Das mag eine Alliteration sein, für die jeder designierte Deutschlehrer Anna-Lena einen verzauberten Seufzer zugestanden hätte, aber in dieser Sendung ist es eine Aussage, die sie mal wieder von 100 auf 0 bringt.

Die Kandidatinnen dürfen für die Cosmopolitan ("die Zeitung überhaupt" - vergesst Süddeutsche, FAZ und die ZEIT!) ins Wasser springen und ich frage mich, ob es sich überhaupt noch für sie lohnt, sich anzuziehen, denn Bikini wird verlangt, wo auch immer ein Casting lauert. In welchem Outfit dann die Fotos geschossen werden, scheint dabei keine Rolle zu spielen.
Viele meistern die Aufgabe sehr gut (unter anderem Joana und Florence, was man im Hinterkopf behalten sollte), andere machen den üblichen Blödsinn und bringen uns zum lachen. Marie muss "rülpsen und husten", Sihe bespaßt uns mit ihren Augenaufschlägen und ertrinkt auch fast im 1,50m tiefen Pool. Mein Mitleid haben Jil und Sarah, die es nicht einmal in den Pool schaffen; Sarah, weil sie trotz schlanker Figur die üblichen Frauenproblemchen am Körper aufweist, Jil, weil... ja, warum eigentlich? Vermutlich, weil sie kein Typ für ein  Editorial Shooting ist. Aber würde dem Kunden die Halsschlagader platzen, wenn man sie trotzdem zeigen lassen würde, was sie kann?

Ausgewählt werden dann Joana, Amelie uuuuuund: Anna-Lena. Die hat tatsächlich schöne Fotos gemacht und freut sich zuckersüß über ihren ersten Job, aber dann kommt wieder die Schadenfreude bei ihr durch, wenn sie sich in Rebekkas "bösen Blicken badet". Hach, Mädel. Gerade hättest du fast ein positives Auftreten gehabt.

Beim Shooting selbst ist Anna-Lena neben Joana und Amelie nicht mal besonders spektakulär. So viel dazu.

Schleichwerbung, ick hör dir trapsen


Schminken mit Boris Entrup und seinem "Maybelline" Köfferchen und Kaffee Marke Habichvergessen trinken, das sind so Sachen, bei denen ich sauer werde. Es kommt wahrlich genug Werbung in den Breaks, da muss ich mir nicht noch den Kommerz während der Sendung anschauen. Furchtbar durchschaubares Product Placement und Grund für mich, diese Marken zu meiden.

Tanz dir den Wolf


Ich hätte da eine Anregung. Demnächst könnte man die Kandidatinnen von Germany's Next Topmodel doch so casten: Casting für GNTM, oder?

Es wird anscheinend sehr viel getanzt im Modelbusiness, deshalb tanzen die Mädchen im Jahr des "Black Swan" sowohl beim Fotoshoot, als auch beim Live Walk. Aber ich will mich nicht beschweren, immerhin war es nicht langweilig - so wie die letzten zwei Wochen. Die Fotos waren sehr gut und die Choreographien waren sehr schön anzuschauen - außerdem sicherlich eine Erleichterung für die Mädchen, die vom Teamspirit profitieren konnten und ihre sonstige Nervosität besser im Griff hatten. Marie-Louise hatte beispielsweise ein stark verändertes Auftreten und blieb damit zurecht in der Show.

Gehen mussten derweil 3 andere Mädchen und das nicht immer ganz zurecht. Florence wurde schon beim Fotoshooting rausgeworfen, eine Methode, für die ich nach wie vor kein Verständnis aufbringen kann. Besser wäre es gewesen, ihr eine Pause zur Beruhigung zu gönnen, stattdessen war die Ansage sinngemäß: Du bist gerade schlecht, und mit dem Weinen wird es jetzt auch nicht besser.Und tschüß. Isabell erwischte es dann nach dem Live Walk, da warf man ihr zum ersten Mal einen unveränderten Ausdruck vor und schmiss sie trotz Professionalität und einem umwerfenden Look, der irgendwo zwischen Claudia Schiffer und Veronika Ferres liegt, hinaus.

Einzig verständlich war das Ende für Sarah, die den Kundenansprüchen einfach nie genügte und auch eine nicht ganz hilfreiche Einstellung zum Arbeiten hat. Trotz ihrer Charakterschwächen zeigt sie aber Anstand, bedankt sich für die schöne Zeit und gratuliert Sihe zur nächsten Runde. Im Backstagebereich stürzen sich dann alle jubelnd auf Sihe und wieder einmal tut Sarah mir leid - sie mag durchaus manches Mal zickig gewesen sein, aber schlecht geredet hat sie beispielsweise nie über eines der anderen Mädchen. Dankbar bin ich also Rebekka und Joana, die sich erst einmal die Zeit nehmen, Sarah tröstend in den Arm zu nehmen.

Fazit? Die Outfits sind und bleiben knapp, die Struktur der Sendung war bedeutend unterhaltsamer, der Fokus auf den Kleinkrieg wurde Gott sei Dank zurückgefahren. Hinter Sihes Einstieg in die Top Ten und ihren  guten Leistungen beim Fotoshooting vermute ich einen Schmugglerakt, der sie weit nach vorn tragen könnte und die "zufällige" Reduzierung auf 10 Mädchen durchschauen wohl alle als kühle Kalkulation.

Freuen wir uns also auf vor Höhenangst zitternde Mädchen in der nächsten Folge. Oh, man.

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